Pilze

Die Pilze der Dübener Heider sind wenig bekannt …

…und das trotz der Tatsache, dass jeden Herbst Hunderte von Pilzsammlern in die Wälder der Dübener Heide ziehen und ihre Körbe füllen. Doch neben dem reichlichen Angebot an Speisepilzen gibt es eine ungeheure Menge weiterer Pilzarten, die oft nur noch dem Fachmann bekannt sind. Viele davon sind Spezialisten bestimmter Lebensräume und spezieller Materialien. In einem der Moore des Presseler Heidewald- und Moorgebietes sind vor einigen Jahren die Pilze ausführlich untersucht worden- mit überraschenden Ergebnissen:

Gastbeitrag: Pilze des Zadlitzbruches (von Dr. Peter Otto)

Ergebnisse der Exkursion vom 26.08.1994, durchgeführt von der AG Sächsische Mykologen im NABU, zusammengestellt von P. Otto (Uni Leipzig, Institut für Biologie, Molekulare Evolution und Systematik der Pflanzen, Johannisallee 21-23, 04103 Leipzig, Telefon: +49 (0)341 9738592 oder             E- Mail: otto@uni-leipzig.de)

Kurze Anmerkungen

Die Langfristig geplante Exkursion wurde während einer trockenen Witterungsphase durchgeführt. Daraus resultierte eine nur geringe Fruktifikation und somit lediglich wenig Funde. Das Gebiet ist aufgrund seiner Biotopaussetzung jedoch als pilzreich einzuschätzen und speziell in den Moorflächen ist mit einer ganzen Reihe von gefährdeten Pilzarten zu rechnen.

Es Handelt sich sowohl um Moor- und Sumpfarten als auch um solche angrenzender Waldflächen und Säume. Lediglich eine sicher bestimmte Pilzart der Exkursion ist in der Roten Liste Sachsens enthalten. Es handelt sich um den Moor- Birkenpilz. Der Fund vom Buckel- Häubling sollte verifiziert werden (taxonomisch schwieriger Verwandschaftskreis). Die an Torfmoose gebundene Art wurde in Sachsen letztmalig 1972 gefunden uns ist vom Aussterben bedroht.