Wöllnauer Senke Zentrum

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Übersicht Wöllnauer Senke
Der Gesamtkomplex der Wöllnauer Senke ist das ursprüngliche Mündungsgebiet des Mühlbaches in den Schwarzbach. Hier ist eine Kombination aus Überflutungsmooren, grundwassergespeisten Niedermooren und Sachsens größtem Quellmoorkomplex am Nordrand der Senke vorzufinden, welche für die landwirtschaftliche Nutzung jahrzehntelang entwässert wurden. In seinem hydrologischen Zusammenwirken ist dieses Gesamtareal als Einheit zu betrachten. Aufgrund der Eigentumsverhältnisse und diverser Nutzungsansprüche wurden die Revitalisierungsplanungen abschnittsweise durchgeführt:
• Wöllnauer Senke Südteil
• Presseler Quellmoorkomplex
• Pahlbrückenwiese
• Wöllnauer Senke Zentrum.
Zu den Teilgebieten folgen Kurzbeschreibungen der jeweiligen Gebietscharakteristika sowie eine Kurzbeschreibung der Maßnahmen zur Revitalisierung der Gebiete. Bereits umgesetzt sind die Maßnahmen in der Wöllnauer Senke Süd, dem Presseler Quellmoorkomplex und der Pahlbrückenwiese. Die Maßnahmenplanung für die Wöllnauer Senke Zentrum befindet sich derzeit in der Genehmigungsphase.

Wöllnauer Senke Zentrum – Kurzbeschreibung
Das Plangebiet der Wöllnauer Senke Zentrum ist 65,3 ha groß und grenzt südlich an den bereits revitalisierten Presseler Quellmoorkomplex an. Die Fläche liegt zwischen dem im Norden angrenzenden Siedegraben und dem südlich begrenzenden Schwarzbach bzw. Mühlbach. Der Verbindungsgraben, der zentral von Nord nach Süd durch die Wöllnauer Senke gebaut wurde, durchfließt das Plangebiet und verbindet den Siedegraben mit dem Schwarzbach.
Die Wöllnauer Senke soll als grundwassernahe Niedermoorfläche und temporäre Überflutungsfläche wiederhergestellt werden. Daher ist es das Ziel, durch eine geeignete Kombination an Maßnahmen im Plangebiet möglichst ganzjährig im verbliebenen Torfkörper oberflächennahe Torfwasserstände einzustellen. Übergeordnetes Ziel ist, die Wöllnauer Senke als Klimaschutzzone für den Wildenhainer Bruch zu aktivieren und die Treibhausgasemission der stark degradierten Niedermoorböden als Folge der Torfmineralisierung durch geringe Grundwasserflurabstände zu reduzieren.
Zu Umsetzung dieser Ziele ist eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen geplant:
– Drainagesuche und ggf. -entnahme
– Sohlanhebungen (Mühlbach, Siedegraben, Verbindungsgraben)
– oberflächiger Wasserrückhalt auf den Niedermoorflächen bei feuchten und extrem feuchten Witterungsabschnitten – Speisung des südlichen Bereichs aus dem Mühlbach
– Mündung des Mühlbaches in den Schwarzbach
– Kammerung des Verbindungsgrabens
– Schaffung einer Überfahrt über den Mühlbach
Eine Übersicht dieser Maßnahmen zeigt folgende Karte.
Aktuell erfolgt die Erstellung der erweiterten Genehmigungsplanung nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften.

Bilder aus dem Plangebiet

 

 

Bildbeschreibung

 

 

 

 

 

 

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